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Halfmannshof

Der Hof gehörte ursprünglich zum Lehnsbesitz des Hauses Schuir, bis die Herren Quad von Wickrath diesen 1684 an die Abtei Essen-Werden verkauften.

Erste Zeitpächter waren 1668 die Eheleute Ludger Scheven und Catharina Weilinghaus.

In den kommenden Jahren wurde der Pachtvertrag mit Ludger Scheven zwei Mal verlängert: 1707 und 1714.

Danach übernahm sein Sohn Mauritius aus 1. Ehe den Hof (ca. 1722).

Obwohl als Zeitpachtgut vergeben, blieb der Hof fast 200 Jahre lang in der Familie.

Am 30.12.1830 übernahmen die Eheleute Heinrich Friedberg und Anna Christina Wildenberg den Hof von der preussischen Domänenverwaltung in Erbpacht. Der Hof hatte zu dieser Zeit eine Größe von 160 Morgen (altes Flächenmaß, eine genaue Umrechnung ist aufgrund der verschiedenartigen Interpretation kaum möglich - Schätzwert: ca. 48 Hektar.

Die vorhanden Gebäude wurden um 1770 erbaut. Der ursprüngliche Bauernhof existiert nicht mehr.

Neben der grunsätzlichen Instandhaltung aller Gebäude - wozu auch die Abtei das Holz stellte - waren jährlich zu leisten:

An die Abtei: 1 Malter Weizen, 10 Malter Roggen, 10 Malter Gerste, 13 1/2 Malter Hafer, 10 Taler Hof- und Wiesengeld, 32 Kannen Butter, 2 Schweine, 1 feistes Kalb, 4 Pfund Zucker, 4 Lot Blumen, 1 Pfund Pfeffer, 1 Pfund Ingwer.

An den Rentmeister: das nötige Brandholz, 1 Fuder gutes Stroh, 3 Tage Arbeitsdienst, 2 Karren Stoppelrüben.

Quelle: Franz Josef Schmitt 2006

 

 Auszug aus der Denkmalliste Stadt Essen

 

 

Der Halfmannshof um 2006 - Quelle: Hans Steinforth Essen-Bredeney aktiv

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